Autor: nathayoga

In die Stille kommen

In die Stille kommen

Während sechs Wochen geisterte ein Virus mit seinen Geschichten in unserem Lande herum. Niemand wusste was davon zu halten ist, welche dieser Geschichten wahr sind und welche nicht. Das ganze Land war in Aufruhr und fast alle Menschen hielten sich am Glauben des Gesetzes fest. Der Notstand wurde ausgerufen und die Menschen verzogen sich auf Befehl in ihre Häuser zurück. Auch ich musste Zuhause bleiben weil die Schule geschlossen wurde. Krass!

…und auf einmal hat man Zeit. Ganz viel Zeit.

Zu Beginn der Quarantäne war das Wetter wunderschön und ich machte das, was wahrscheinlich alle machten die einen Garten haben, ich kümmerte mich um ihn. Jeden Tag genoss ich in vollen Zügen, pflanzte, säte, jätete und atmete die gute Luft ein. Die sonst so befahrene Strasse die an unserem Haus vorbeiführt wurde fast nur noch von Radfahrern  benützt. Herrlich! Ich wurde zur stillen, sanften Gärtnerin und meditierte in den Beeten.

Vor einer Woche hat der Regen die langanhaltende Trockenphase gebrochen. Seither regnet es Bindfäden, jeden Tag. Ich habe diese herrliche Stille von draussen ins Haus getragen und geniesse das Dach über dem Kopf.

Das Schöne am Zeit haben, ist diese zu nutzen. Sich hinzusetzen und in die Stille kommen bringt Ruhe und Zufriedenheit in mein Innneres. Ich meditierte jeden Tag und bin glücklich.

 

Orang-Utans und Yoga

Orang-Utans und Yoga

Dschungelyoga

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Vor einer Woche noch befand ich mich am anderen Ende der Welt, in Borneo und heute kann ich an wunderbare Momente zurückdenken die ich erleben durfte.

Im Rahmen einer „Global Campain“ , welche durch die BOSF (Borneo Orangutan Survival Foundation) und BOS Schweiz lanciert wurde, hatte ich das Riesenglück als Gewinnerin eines Reisewettbewerbes auszugehen und mich nach Indonesien begeben zu können. Zusammen mit sieben anderen (zufälligerweise alles) Frauen aus Deutschland, Schweden, Dänemark, Kanada, England, Indonesien und Australien verbrachte ich erlebnis-und lehrreiche Tage in Kalimantan (indonesischer Teil Borneos), wo wir die Gelegenheit hatten, uns ein Bild von den Rettungsstationen und dem damit verbundenen Aufwand zu machen.

BOS nimmt Orang-Utans auf, die durch die Zerstörung des Regenwaldes ihren Lebensraum verlieren. Damit Palmen zur Gewinnung von Palmöl kultiviert werden können, wird tiefgelegener Sumpfwald meist abgebrannt oder gerodet und trocken gelegt. Die dort heimischen Tiere finden keine Nahrung mehr und werden verdrängt. Oftmals werden Jungtiere an Private verkauft und als Haustiere in Käfigen gehalten. BOS geht solchen Misshandlungsfällen nach und sorgt dafür, dass diese Tiere ihre Freiheit zurück erlangen. Traumatisierte, heimatlose Orang-Utans werden in die Auffangstationen gebracht und liebevoll versorgt. Ältere Tiere dürfen ihren Lebensabend auf angelegten Inseln verbringen und werden gefüttert. Kranke oder sozial Gestörte müssen in Käfigen gehalten werden. BOS ist sehr bemüht, auch diesen Tieren ihren Aufenthalt so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Sie erhalten beispielsweise Beschäftigungsstücke, mit denen sie ihre Feinmotorik trainieren können. Natürlich wird geschaut, dass die Affen genügend Klettermöglichkeiten haben und schwingen können.

               

Währen meines Aufenthaltes in der Samboja (Eco)Lodge, unterrichtete ich zwei mal eine Yogaklasse auf der wunderbaren Turmterrasse, hoch über den Baumwipfeln mit Aussicht auf den Regenwald.

Hier oben ist die Luft rein, dank intaktem Regenwald und leichtem Wind.

BOSF hat in den letzten 15 Jahren ganze Gebiete vollkommen neu aufgeforstet und Naturreservate geschaffen, welche optimale Lebensbedingungen für die Orang-Utans und viele andere Tiere bietet.

Auch wir Gewinnerinnen durften ein Zeichen setzen. Ich hoffe, mein gepflanzter Rambutanbaum wird einmal gross und stark werden und massig Früchte abwerfen.

Wir alle wissen, wie wichtig die Erhaltung unserer Wälder für das ganze ökologische System ist. Sie sind die Katalisatoren und Regulatoren für das Klima.

Als wir in Balibakan aus dem Flugzeug gestiegen sind, traf mich fast der Schlag. Die Luft war stickig und rauchgeschwängert. Es hing eine schwere Dunstglocke über der Gegend, verursacht durch die vorangehenden Waldbrände, noch immer sehr spürbar. In dem Moment dachte ich einen kurzen Moment an die gute Bergluft in der Schweiz.

Später beim Yoga, welcher ja unter besten Voraussetzungen, mitten im Dschungel praktiziert werden konnte, übermannte mich eine unglaubliche Dankbarkeit. Gute Luft ist keine Selbstverständlichkeit und das wird einem beim Pranayama so richtig bewusst!

Wer mehr über diese Reise und die wertvolle Arbeit von BOSF erfahren, und die Organisation unterstützen möchte, hat die Möglichkeit sich auf die Website von BOS Schweiz zu begeben oder direkt an einem Yogaevent  (Programm ist noch in Bearbeitung) teilzunehmen .

BOS Schweiz sucht übrigens immer Volontäre, die nach Borneo reisen und vor Ort tatkräftig anpacken. Erfahre mehr dazu: https://one-tree-one-life.org

 

Schattenyoga

Schattenyoga

Shadow Yoga

Wo Yoga schöner ist…

Im sardischen Schatten, (hier in Muravena) Yoga zu üben ist ein Traum. Die Sonne wärmt den Rücken, das Gemüt und die Matte.

Die Stille an diesem Ort ist unübertreffbar. Meine Stirn fängt an sich zu entspannen, die Füsse sind locker, der Nacken lässt sich ohne knarren und knacken in beide Richtungen bewegen.

Kurz nachdem die Sonne am Horizont erscheint, breite ich meine Matte aus und wickle mich in eine Decke ein. Der Steinboden ist noch kühl. Ein sanfter Wind streichelt meinen meditierenden Geist, mein inneres Auge reflektiert das orangenfarbene Licht, nimmt es zufrieden auf. Der Schädel glüht, freut sich. Ich lasse keinen Moment ungenossen, fliesse über zu meiner Prayanamapraxis. Die Luft ist rein, das Meer riecht so gut. Ich sauge diese Energie in mich rein, entlasse beim ausatmen die mitgeschleppte Schwere. Bei jedem Atemzug spüre ich Erleichterung. Ich bin was ich gerade bin.

 

 

Kaum hat sich das sonnige Antlitz vollständig erhoben, werde ich direkt bestrahlt. Während den Asanas entdecke ich die skurilen Schattenbilder, welche in den verschiedenen Positionen entstehen.

Ich beobachte das kommen und verschwinden meines eigenen Schattens, fühle mich mal lang und gesehen, mal eingeknickt und unsichtbar. Genau so ist das Leben, denke ich und heute kriege ich das alles auf diese einzigartige Weise vor Augen geführt. Was für eine Entdeckung!

 

 

Erdklangflötenbegleitung von Meditationen

Erdklangflötenbegleitung von Meditationen

Warme Beschallung des Yogaraumes

Dieser Sommer hat sich so wunderbar in mein Herz gebrannt, dass ich ihn nicht mehr gehen lassen möchte. Mit der Anschaffung meiner lang ersehnten Erdklangflöte ist es möglich, die Wärme und das Gefühl von Sonne im Herzen, der Flöte zu entlocken und Meditationen damit zu begleiten. Ich nehme dich fortan mit, in eine stressfreie Welt von Harmonie und innerem Frieden untermalt mit den zauberhaften Klängen dieses natürlichen Instrumentes. Lass dich tragen und geniesse ein ganz besonderes Shavasana in meinen Yogastunden.

Summerfood

Summerfood

summerbowl

 

Namaste

Der Sommer ist definitiv angekommen und mit ihm blühende Gartenfreuden. Was gibt es schöneres als sich das Essen zu pflücken. Heute habe ich tricoloren Quinoa gekocht und mit gebratener, feingeschnittener gelben Zucchini, Süsskartoffel, Karotte, Peperoni und Kichererbsen sowie Kürbiskernen, eingelegten Arischockenherzen und kleingewürfeltem Paneer gemischt. Gewürze wie frische Minze, Chilli, Meersalz, Cayennepfeffer, Edelhefe, das Grün einer Frühlingszwiebel und Kräutersalz sorgen für Geschmack. Olivenöl, Aceto Balsamico und etwas Apfelessig lasse ich über die Quinoamischung träufeln und vermenge alles. Meine Lieblingsbowl aus Marroko kriegt einen Boden aus grünen Salatblättern auf denen der lauwarme Quinoasalat angerichtet wird. Dazu gibt es Melonen-und Tomatenschnitze, Kapuzinerkressen- und Zucchiniblüten. So Lecker!

Sonnenanbeterin

Sonnenanbeterin

Rückbeugen bringen mich der Sonne näher…

 

Nach einer ausgiebigen Reihe Sonnengrüsse, folgen heute präzis ausgeführte Rückbeugen. Ich liebe es den Brustbereich zu öffnen, die Sonne in den Herzraum zu lassen, Wärme und Energie aufzunehmen. Matsyasana vergrössert zudem die Lungenkapazität. Das Atmen in der Haltung ist befreiend und beruhigt das Gemüt. Ich werde ausgeglichener und fühle mich frei. Aber nicht nur der Fisch lehrt mich das öffnen des Brustbereiches. . Bhujangasana (die Kobra) bewirkt ähnliches und ich kann dabei meine Wirbelsäule himmelwärts dehnen, gerade und aufgerichtet werden und mich zur Sonne empor räkeln. Die kleine Kobra ist im Sonnengruss integriert, den nach oben schauenden Hund (Urdhva  Svanasana) übe ich gerne im Wechsel mit Adho Mukha Svanasana als Ausgleich für den Rücken. Aus der heutigen Praxis nehme ich das erarbeitete Knowhow mit, als Vorbereitung für den Sommerworkshop der ja bereits in einer Woche stattfindet.

Sommeryoga Workshop Vorfreude

Sommeryoga Workshop Vorfreude

Sommeryoga Workshop vom 23.Juni 2019

Ich freue mich riesig auf den Sommerworkshop! Am ersten Sonntag dieses Sommers werde ich ein erfrischendes Yogasetting anbieten. Von kühlenden Atemübungen, hin zu wirkungsvollen Asanas aus dem Hatha -und Yin Yoga, welche deinen ganzen Körper mit Energie versorgen. Danach lade ich zu  einer musikalische Entspannungsreise, in die warmen geistigen Gefielde unseres Daseins ein…Wooww! Abschliessend lassen wir es uns gut gehen bei ayurvedischem Apéro 🙂

 

 

Die Zirbeldrüse

Die Zirbeldrüse

Das Kieferzäpfchen im Kopf

In der Mitte unseres Gehirns, liegt sanft eingebetet ein etwa erbsengrosses Organ, welches einem Kieferzapfen ähnlich sieht.

Bildquelle epochtimes.ch

Es befindet sich auf der Höhe des Punktes zwischen den Augen und leistet allerhand. So produziert es Hormone und Botenstoffe die für unseren Organismus von grosser Bedeutung sind. Man sagt der Zirbeldrüse auch magische Kräfte nach.

Sie gilt als wichtige Instanz im Hormon-und Nervensystem, ordnet Informationen verlässlich und hat eine Netzwerkfunktion. Da sie supergut durchblutet ist, gelangen die Infos über die Blutbahnen zu ihr.

Unter anderem wandelt die Zirbeldrüse das am Tag produzierte Serotonin in der Dunkelheit der Nacht in Melatonin um. Beide Hormone sind körpereigene Botenstoffe, die als Verbindungsstellen in allen Nervenzellen des Körpers fungieren und von dort aus die elektrischen Impulse weiterleiten. Serotonin ist als das Glückshormon bekannt und wirkt stimmungsaufhellend. Melantonin ist das Hormon das den Wach-Schlaf-Rhytmus reguliert. Die Melantoninproduktion wird durch den Lichteinfall über das Auge gesteuert und steigt in der Dunkelheit an. So fördert Melantonin das Einschlafen und reguliert das Schlafverhalten. Ausserdem verfügt Melantonin über ein aussergewöhnliches, starkes antioxidatives Potenzial wodurch Zellschäden wirksam reduziert werden.

Durch die vielen künstlichen Lichtquellen der heutigen Zeit, ist die Hormonproduktion in ständiger Verwirrung und allmählich degeneriert. Im Lauf der Evolution hat sich die Zirbeldrüse von ursprünglichen 3cm auf 5mm verkleinert und ihre Tätigkeit drastisch eingeschränkt.

Die Zirbeldrüse produziert unter anderem auch noch ein Halluzinogen, nämlich den Stoff Dimethyltryphtamin (DMT). Diese Substanz findet man auch in halluzinogenen Pflanzen. DMT ermöglicht unserem Gehirn, neuartige Gedankenstrukturen und Empfindungen zu kreiieren. Es führt zu ausgeprägten Veränderungen des visuellen Erlebens. Die Zirbelddrüse schüttet DMT sowohl während mystisch-spirituellen Ritualen wie vermutlich auch bei Geburt und Tod aus.

Sehr schädlich für die Zirbeldrüse sind

  • Fluorid (in Speisesalz, Mineralwasser, vielen Nahrungsmitteln und Zahnpasten
  • Queksilber, Koffein,Tabak Elektrosmog (Händys, Stromleitungen, Internetnetzwerke)

Wie kann die Zirbeldrüse vor Verkalkungen geschützt und aus yogischer Sicht aktiviert und gepflegt werden?

  • Vermeiden von Fluoriden
  • Vermeiden von Alkohol, Nikotin und Kaffee
  • Körper ab und zu entgiften, Toxide ausleiten zB. Darmreinigung
  • Ausleiten von Schwermetallen
  • Viel trinken (vor allem Quellwasser)
  • Gute Ernährung
  • Stabiler Lebensrhythmus
  • Viel Bewegung
  • Stress vermeiden
  • Schlafraum während der Nacht gut verdunkeln
  • Keine elektronischen Geräte im Schlafzimmer
  • Einatmen von Neroliöl
  • Summen, singen
  • Meditieren
  • Bewusstes Atmen
  • Stirnchakra behandeln/aktivieren

 

Text/Inhalts -und Literaturquellen : https://www.zentrum-der-gesundheit.de/zirbeldruese-ia.html
Seniorenyogalehrer

Seniorenyogalehrer

Seniorenyogalehrerausbildung 2019

Vor zwei Wochen durfte ich mit 21 Menschen aus der ganzen Schweiz vier äusserst lehrreiche Ausbildungstage verbringen. Als Einstieg führte uns Andrea Roder durch den Anatomieblock. Mit ihrer lebendigen Art und der spürbaren Leidenschaft einer Physiotherapeutin, gewährte sie uns tiefere Einblicke in den menschlichen Körper und dessen Funktionalität. Der Fokus lag bei den Gelenken, der Wirbelsäule, den Bandscheiben und dem Beckenboden. Wir erhielten eine Fülle von Informationen und wurden immer wieder aufgefordert, unser Klientel genau zu betrachten. Wie ist die Haltung des Praktizierenden, was braucht er von mir? Des weiteren wurde uns gelehrt, was es mit den muskulären Verbindungen auf sich hat und wie gewisse, meist altersbedingte, Krankenbilder entstehen und definiert sind. Es wurde aufgezeigt was für betroffene Menschen, aus anatomischer Sicht, hilfreich sinnvoll und machbar ist.

Die konkreten Tipps zur Modifizierung klassischer Yogaübungen und Übungsabfolgen, vermittelte uns im zweiten Ausbildungsteil die überaus kompetente wie auch liebenswürdige Ursula Salbert. Vorausgehend befassten wir uns mit dem Alter und altern. Wie hilft Yoga im Alter und wo liegen die Bedürfnisse mit den Jahren? Bei welcher Krankheit welche Übungen angewendet  und wie eine heterogene Gruppe unterrichtet werden kann, zeigte Ursula mit viel Humor und Empathie.

Da das Altern ein unaufhaltbarer Prozess ist und Abnützungserscheinungen mit sich bringt, also Zustände die sich nicht verändern, rückbilden oder gar heilen lassen, liegt der Kompromiss beim bestmöglichen Erhalt der Lebensqualität. Keine Überanstrengungen, unkontrollierten Bewegungen, falschem Ehrgeiz oder Hektik. Wichtigstes Ziel ist die Zentrierung, das Einmitten seiner selbst. Nur so kann Gelassenheit entstehen. Ist der Geist des alternden Yogis ruhig und ganz bei sich, kann er  zur bewussten Bewegung ermutigt und motiviert werden . Über die Sinne geschult liegt dieses Ziel näher und macht für so manchen die Yogastunde begreif-und fühlbarer. Mich persönlich hat sehr beeindruckt, wie mit subtilen Kleinstbewegungen so viel Wirkung erreicht werden kann und wie wichtig mentale Begleitung ist.

Eine echte Herausforderung an den Unterricht im Seniorenyoga sind die verschiedenen Beschwerden die die Kursteilnehmer mitbringen. Am letzten Kurstag planten wir in Gruppen eine Unterrichtssequenz mit Berücksichtigung konstruierter  Defizite. Da kam man schon mal an seine Grenzen.

Ich bin dankbar für die erfüllten Weiterbildungstage in Bern und hoffe, meinen Seniorenyogis mit all dem erworbenen Wissen meine besten Dienste leisten zu können.

Namaste

Nathalie Cardinaux