Schattenyoga

Schattenyoga

Shadow Yoga

Wo Yoga schöner ist…

Im sardischen Schatten, (hier in Muravena) Yoga zu üben ist ein Traum. Die Sonne wärmt den Rücken, das Gemüt und die Matte.

Die Stille an diesem Ort ist unübertreffbar. Meine Stirn fängt an sich zu entspannen, die Füsse sind locker, der Nacken lässt sich ohne knarren und knacken in beide Richtungen bewegen.

Kurz nachdem die Sonne am Horizont erscheint, breite ich meine Matte aus und wickle mich in eine Decke ein. Der Steinboden ist noch kühl. Ein sanfter Wind streichelt meinen meditierenden Geist, mein inneres Auge reflektiert das orangenfarbene Licht, nimmt es zufrieden auf. Der Schädel glüht, freut sich. Ich lasse keinen Moment ungenossen, fliesse über zu meiner Prayanamapraxis. Die Luft ist rein, das Meer riecht so gut. Ich sauge diese Energie in mich rein, entlasse beim ausatmen die mitgeschleppte Schwere. Bei jedem Atemzug spüre ich Erleichterung. Ich bin was ich gerade bin.

 

 

Kaum hat sich das sonnige Antlitz vollständig erhoben, werde ich direkt bestrahlt. Während den Asanas entdecke ich die skurilen Schattenbilder, welche in den verschiedenen Positionen entstehen.

Ich beobachte das kommen und verschwinden meines eigenen Schattens, fühle mich mal lang und gesehen, mal eingeknickt und unsichtbar. Genau so ist das Leben, denke ich und heute kriege ich das alles auf diese einzigartige Weise vor Augen geführt. Was für eine Entdeckung!

 

 

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